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logolp.jpg Lapland Ultra 2001

 

 

 

 

 

 

100 km von Adak/Schweden 2001
von Horst Preisler

 

Hoch im Norden bieten uns die Schweden einen Lauf über die 100-km-Distanz an. Die Strecke ist nach IAAF-Regeln vermessen und ist eine interessante Alternative zum Bieler Hunderter. Mit diesem gibt es viele Gemeinsamkeiten

Es ist eine große Runde. Der Start ist um 22:00 Uhr. In diesem Jahr begann der Lauf am 29. Juni. Das Zeitlimit beträgt für Läufer 22 Stunden. Und doch ist auch einiges anders und das macht die Sache interessant. Da ist die einsame Landschaft Südlapplands mit ihren vielen Wäldern und der unmittelbaren, sich selbst überlassenen Natur. Da ist die Mitsommernacht und damit verbunden die "ewige" Helligkeit, das Naturschauspiel der unter- und aufgehenden Sonne, der so ganz eigenen Atmosphäre der Stille, die über den Wäldern liegt. Zu den Wäldern gehören auch Seengebiete. Sie sind reichlich vorhanden und prägen auch diesen Kurs. Die Streckenbeschreibung besagt:

Zu 50% asphaltierter Untergrund und verschweigt, was der andere Teil ist, nämlich ein mehr oder weniger anspruchsvoller Schotterweg, oft mit Spurlaufen verbunden, mit vielen kleinen Steigungen. Insgesamt ist es ein anspruchsvoller Kurs. Es herrschen angenehme Lauftemperaturen. Für die Helfer an den Verpflegungsstellen scheint aber die Nacht sehr kühl zu sein, denn sie zünden sich an allen diesen Posten ein wärmendes Feuer an und das sind die "Rauchzeichen unter der Mitsommernacht". Sie sind nicht die Erkennungszeichen, denn die sind überhaupt nicht nötig. Allein schon eine kleine Ansammlung von Menschen erregt Aufmerksamkeit. Dazu hat jeder Stand einen kleinen Holzunterstand, geschmückt und sehr gut ausgerüstet mit den Dingen, die uns unterwegs Freude machen, herzliche Aufnahme eingeschlossen.

Wer mückenempfindlich ist, hat sein besonders "Erfolgserlebnis". Das darf nicht verschwiegen werden, obwohl ich nicht davon betroffen wurde. Für die Laufgestaltung ist es wichtig zu wissen, dass die 50% Asphalt sich auf die ersten fünf und die letzten fünfundvierzig Kilometer verteilen. Wer dann noch genügend Kraft hat, kann auf der zweiten Hälfte vieles gut machen.

Es ist eine sehr kleine Veranstaltung. So ist die "Einsamkeit des Langstreckenläufers" hautnah zu erleben. Für Internetfreunde: Die Veranstaltung ist über http://www.laplandultra.nu und zwar in drei Sprachen, Schwedisch, Deutsch und Englisch, einzusehen. Anders als in Biel gibt es in Adak die Möglichkeit, die Strecke auch zu wandern und das bedeutet mit dem Vorstart um 18.00 Uhr ein Gesamtlimit von 26 Stunden. Erstaunlich die hohe Zahl Deutscher unter den Teilnehmern. Von 27 Männern, die das Ziel erreichten, waren 9 Deutsche.

Wie in Biel gibt es auch in Adak die Möglichkeit zu Teilstrecken mit ähnlichen Kilometerdistanzen wie in Biel. Anders als dort ist in Lappland der Marathonpunkt exakt gekennzeichnet, mit Zeitnahme für alle, die diesen Punkt passieren. Es gibt viele Möglichkeiten, nach Adak zu kommen. Es kann bis Arvidsjaur geflogen werden. Einige verbinden die Teilnahme mit einer Urlaubsreise nach Norden. Die Kitzinger haben sich zu Viert ein Wohnmobil gemietet und ich bin mit der Bahn angereist.

Der Lappland-Ultra ist eine Reise wert!

Deutsche Läufer, die angekommen sind:
Axel Pfeiffer, Spiridon Frankfurt, 9:40:11
Stephan Hloucal, 10:59:48
Otmar Witzko, Kitzingen, 11:24:55
Horst Preisler, Hamburg, 11:32:51
Dirk Schröder, Bielefeld, 12:20:20
Rudolf Lausmann , 15:18:34
Nikolaus Oberle, Aschaffenburg 16:23:29
Ansgar Hoffmann, Kitzingen, 16:55:17
Rainer Kessler, Kitzingen, 16:55:18

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